DHZ Hämapherese

Deutsches Hämapherese Zentrum


DHZ Hämapherese gGmbH

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     Altersabhängige Maculadegeneration (AMD)

Häufigste Ursache der Altersblindheit. Die Ursache des Untergangs von Sehnervenzellen im Bereich der Macula ( Macula = Bereich des schärfsten Sehens in der Netzhaut) ist nicht bekannt. Es gab bis vor kurzem keine allgemein anerkannte Behandlung. Ein Erklärungsversuch für die Erkrankung ist die Annahme, daß sie zumindest bei einem Teil der Patienten Folge von Durchblutungsstörungen ist. Auf der Basis dieser Annahme entwickelten die Professoren Borberg und Brunner an den Universitätskliniken Köln das Konzept der Rheohämapherese® bzw. extrakorporalen Hämorheotherapie. Eine Besserung durch die Rheohämapherese® ist möglich.

   Altersblindheit

Altersabhängige Sehstörungen verschiedener Ursachen. Die häufigste Ursache ist die altersabhängige Maculadegeneration (AMD)

   Alterssehschwäche

s. Altersblindheit

   Angina pectoris

Schmerzhaftes krampfartiges Engegefühl im Bereich des Brustkorbes. Anfallsweises Auftreten von Herzschmerzen bei einer Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße. Beim Auftreten muß unbedingt sofort ein Arzt aufgesucht werden. Bei bestimmten Patienten können Blutwaschverfahren (LDL-Apherese, Rheohämapherese®) in Abstimmung mit einem Herzspezialisten eingesetzt werden

   Antikoagulation

Zur Antikoagulation (Blutgerinnungshemmung während der Hämapheresebehandlung) stehen Heparin und ACD (acid citrat dextrose) zur Verfügung. Heparin wird meist in therapeutischer Dosis (2500 i.E.) vor Beginn der Behandlung als Bolus intravenös injiziert und während der Behandlung über einen Perfusor in Erhaltungsdosis zugeführt. ACD wird wird dem Patientenblut am Zulauf zur Maschine langsam in einem Verhältnis von 1:8 bis 1:12 zugeführt.

   Arterienverkalkung

Die Arterienverkalkung bzw. Arterienverhärtung (Arteriosklerose) ist zunächst Teil des normalen Alterungsprozesses, der zu einer Verhärtung der Blutgefäße und schlußendlich zu Durchblutungsstörungen verschiedener Organe führt. Durch sogenannte Risikofaktoren, u.a. ein zu hohes Cholesterin kann dieser Prozeß beschleunigt ablaufen. Insbesondere ist dieses bei erblichen Cholesterin- Stoffwechselstörungen zu beobachten, wenn es nicht gelingt, das Blutcholesterin (cholesterinreiches Eiweiß niedriger Dichte) durch Diät und Medikamente auf die Werte von Stoffwechselgesunden abzusenken. Bei diesen Patienten ist der Einsatz eines Blutwaschverfahrens, das spezifisch das LDL-Cholesterin aus dem Blut entfernt (LDL-Apherese), in Erwägung zu ziehen

   Arteriosklerose

s. Arterienverkalkung

   Autoimmunerkrankung (Autoimmunprozess)

Gegen körpereigene Strukturen gerichteter Abwehrprozess. Körpereigene Gewebe werden vom Organismus fälschlicher Weise als "fremd" angesehen und angegriffen. Dieser Abwehrprozess kann durch Abwehreiweiße (sogenannte Antikörper), Komplementfaktoren (Entzündungseiweiße), Immunkomplexe (Verbindungen aus Abwehreiweißen und anderen Zellbausteinen) oder aber durch Abwehrzellen ausgelöst werden. Neben verschiedenen medikamentösen Behandlungsformen, kann es notwendig werden, schädliche Substanzen aus dem Blut mit Hilfe von Hämaphereseverfahren zu entfernen.

   Blutfette

Volkstümliche Umschreibung für die im Blut vorhandene Fette inklusive Cholesterin (Lipide). Fette und Cholesterin sind chemisch jedoch unterschiedliche Substanzen. Zu hohe Blutfettspiegel führen nach heutigem Kenntnisstand häufig zu vorzeitiger Arteriosklerose, insbesondere wenn sie mit anderen Risikofaktoren z.B. Zigarettenrauchen, Diabetes, Bluthochdruck u.a.m. kombiniert vorkommen

   Blutfließeigenschaften

Von seiner Zusammensetzung abhängiges Strömungsverhalten des Blutes (Hämorheologie, Viskosität). Wie andere Flüssigkeiten unterliegt auch das Blut Strömungsgesetzen. Die Hämapherese ermöglicht es, das Strömungsverhalten des Blutes zu beeinflussen (Rheohämapherese®, extrakorporale Hämorheotherapie) und die Durchströmung der Organe in größeren Blutgefäßen (Makrozirkulation) wie in den kleinsten Haargefäßen (Mikrozirkulation) vorteilhaft zu verändern.

   Blutspende

Freiwillige Abgabe von Blut oder Blutbestandteilen gesunder Personen (Blutspender) als Hilfe für Kranke (Empfänger). In der Hämapherese werden Blutspenden meist apparativ, d.h. mit Hilfe bestimmter Geräte zur Bluttrennung, sog. Blutzellseparatoren (heute besser Blutseparatoren genannt), durchgeführt.

   Blutwäsche

Volkstümliche Umschreibung für Blutreinigungsverfahren. Blutwaschverfahren können technisch sehr unterschiedlich sein (z.B. Dialyse, Zentrifugation, Filtration, Adsorption). Die meisten Blutwaschverfahren dienen der Entfernung unerwünschter Blutbestandteile.

   Blutzusammensetzung

Blut ist aus Zellen und Blutflüssigkeit (Plasma) zusammengesetzt. Zu den Blutzellen gehören die roten Zellen (Erythrozyten), die dem Blut die rote Farbe geben, die weißen Zellen (Leukozyten) und die Gerinnungsplättchen (Thrombozyten). Die weißen Blutzellen können sehr unterschiedlich sein (Granulozyten, Lymphozyten, Stammzellen, Monozyten). Die Zellen strömen im Plasma. Das Plasma ist gelb gefärbt und enthält neben den Zellen noch eine Fülle von anderen Stoffen, z.B. die Blutfette und das Cholesterin (Lipide), die Bluteiweiße, die Abwehrkörper und vieles andere mehr. Das Blut hat eine Fülle von biologischen Aufgaben u.a. die Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen sowie Abfallstoffe (Stoffwechselprodukte) abzutransportieren. Zellen und Plasma bestimmen die Blutfließeigenschaften bzw. Viskosität des Blutes. Die Hämapherese befaßt sich mit den technischen Möglichkeiten der Auftrennung des Blutes in seine Bestandteile.

   Bypassoperation

Mit dieser Herzoperation wird für eine Engstelle in einem Herzkranzgefäß ein Umgehungskreislauf geschaffen. Bypassoperationen sind nicht selten bei Patienten mit fortgeschrittener Arteriosklerose, z.B. im Gefolge zu hoher Cholesterinspiegel, erforderlich.

   Cholesterin

Grundkörper der sog. Sterine, die in allen Geweben des Körpers, besonders aber im Nervensystem vorkommen. Das Cholesterin wird vom Körper vornehmlich in der Leber selbst hergestellt aber auch abgebaut. Ein erhöhtes Cholesterin oder eine ungünstige Zusammensetzung des Cholesterins oder ein gestörter Abbau führen u.U. zu veränderten bzw. erhöhten Cholesterinspiegeln im Blut, die über eine Ablagerung des Cholesterins in den Gefäßwänden die Entwicklung einer Arteriosklerose beschleunigen können. Sofern es mit anderen Behandlungsmöglichkeiten nicht gelingt, ein überhöhtes Cholesterin auf die heute medizinisch als nötig erachteten Werte abzusenken, kann die Hämapherese mit Hilfe von Blutwaschverfahren (z.B. LDL-Apherese) das Cholesterin auf die Werte von Kreislaufgesunden absenken. Ein erhöhtes Cholesterin beeinflußt u.a. die Blutfließeigenschaften nachteilig, durch Hämapheresebehandlungen können die Blutfließeigenschaften vorteilhaft beeinflußt werden (s. a. LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin)

   Diabetes mellitus

Medizinischer Ausdruck für Zuckerkrankheit. Die Zuckerkrankheit führt im Spätstadium zu Störungen der Organdurchströmung, die über Veränderungen der Blutfließeigenschaften mittels Rheohämapherese® vorteilhaft beeinflußt werden können. So lassen sich z.B. Sehstörungen, Durchblutungsstörungen der Füße (diabetischer Vorfuß) wieder verbessern. Voraussetzung für derartige Maßnahmen ist jedoch eine optimale Einstellung der Zuckerkrankheit.

   Durchblutungsstörungen

Störungen der Durchblutung von Organen können vielfältige Ursachen haben. Einige Durchblutungsstörungen lassen sich durch eine Optimierung der Blutfließeigenschaften mittels Rheohämapherese® verbessern.

   Eigenblutspende

Spende von Blut oder Blutbestandteilen (z.B. Thrombozyten oder Plasma) eines Patienten vor einem operativen Eingriff. Patienten müssen vor einer Operation über die Möglichkeit der Eigenblutspende aufgeklärt werden.

Die Eigenblutspende dient der Sicherheit des Patienten, bzw. vermeidet die Fremdblutspende. Sie wird bei allen Operationen, die mit einem vorhersehbaren Blutbedarf einhergehen, insbesondere aber bei Operationen mit voraussichtlich hohem Blutverlust. Es können rote Blutzellen (Erythrozytenkonzentrate), Blutflüssigkeit (Plasma) aber auch andere Blutkomponenten wie z.B. Blutplättchen (Thrombozyten) gespendet werden.

   Familiäre Hypercholesterinämie

Erbliche Form eines Zuviels an Cholesterin im Blut. Man unterscheidet eine reinerbige (homozygote), schwere von einer leichteren, mischerbigen (heterozygoten) Form. Die reinerbige Form bedarf der wöchentlichen LDL-Apherese, da andere Behandlungsformen keine ausreichenden Wirkungen haben. Die mischerbige Form kann zu über 90% mit Diät und Medikamenten hinreichend behandelt werden. Wenn diese Möglichkeiten nicht ausreichen, oder Nebenwirkungen auftreten, muß möglichst frühzeitig mit der wöchentlichen LDL-Apherese begonnen werden.

   Gefäßzugang

Behandlungen und Spenden werden in der Regel unter Verwendung zweier peripher-venöser Zugänge durchgeführt, wobei das Blut meist aus einer Armvene zur Maschine und über eine Vene des kontralateralen Armes von der Maschine zurück in den Körper fließt. Die Zentrifugalverfahren sind mit einer einzigen Nadel als Ein-Nadel-Verfahren durchführbar.

   Granulozyten

Eine bestimmte Familie weißer Blutzellen (Leukozyten), die vornehmlich der körpereigenen Abwehr dient. Sie werden u.a. im DHZ mittels Granulozytenspende (Granulozytapherese) zur Transfusion bei Patienten mit schweren Infektionen (Sepsis) gewonnen.

   Guillain-Barré-Syndrom

Das Guillain - Barré - Syndrom (GBS) ist eine demyelinisierende Nervenerkrankung, die sich üblicherweise als symmetrische areflektive Lähmung präsentiert. Charakteristisch für die Polyneuropathie ist die Symptomentrias Lähmungen, Areflexie und Parästhesien, bzw. Sensibilitätsstörungen.

   Hämapherese

Apparative Auftrennung des Blutes in seine Bestandteile für Zwecke der Blutspende und für Behandlung von Krankheiten.

   Hämorheotherapie

s. Rheologie, s. Rheohämapherese®

   HDL-Cholesterin

Cholesterin hoher Dichte (aus dem englischen "high density lipoprotein"). Eine Unterfraktion des Cholesterins, die durch die Auftrennung des Cholesterins im Schwerefeld der Ultrazentrifuge erhalten wird. Hohes HDL gilt als besonders günstig bei der Arteriosklerose, da es "überschüssiges" Cholesterin aus den Gefäßwänden entfernt und der Leber zuführt.

   Herzinfarkt

Verschluß einer Herzkranzarterie durch ein Blutgerinnsel mit der Gefahr des tödlichen Herzversagens. Ursache ist überwiegend eine Arteriosklerose, häufig als Folge eines zu hohen Cholesterins mit dessen Ablagerung in den Wänden der Herzkranzarterien (sog. Plaques). Häufig gehen dem Herzinfarkt schmerzhafte Engegefühle des Brustkorbes (Angina pectoris) voraus. Patienten mit derartigen Beschwerden gehören in sofortige (not-) ärztliche Behandlung.

   Ig-Apherese

Verfahren zur selektiven Entfernung von Immunglobulinen (Ig) aus dem Körper. Dabei wird das Blutplasma über spezielle sogenannte Adsorptionssäulen geleitet, die dem Plasma gezielt Immunglobuline entziehen. Das Verfahren ähnelt im Prinzip der LDL-Apherese, nur dass hier kein Cholesterin, sondern pathologische Abwehreiweiße aus dem Blut eliminiert werden. Zur Ig-Apherese stehen verschiedene Immunglobulin-Adsorber zur Verfügung.

   Immunglobuline

Eiweißstoffe, die vornehmlich im Blutplasma vorkommen, und die zur Abwehr u.a. von Krankheitserregern dienen. Man unterscheidet u.a. aufgrund ihrer Größe verschiedene Arten von Immunglobulinen wie IgG, IgM, IgA und IgD. Immunglobuline können im Falle einer sogenannten Autoimmunerkrankung gegen körpereigene Gewebe gerichtet sein. In einer derartigen Situation kann die Entfernung dieser dann krankheitserregenden Eiweiße aus dem Blut erforderlich werden. Ein selektiver Entzug von Immunglobulinen aus dem Patientenplasma ist mittels der Ig-Apherese möglich.

   ITP

Die idiopathische thrombozytopenische Purpura bezeichnet einen erworbenen hämorrhagischen Status, der durch reduzierte Thrombozytenzahlen bei gesteigertem Thrombozytenabbau im mononukleär-phagozytären System (MPS), ein nicht malignomverdächtiges Knochenmark, eine normale oder reaktiv vermehrte Megakaryopoese sowie eine normale plasmatischer Gerinnung gekennzeichnet ist und erst nach Ausschluß anderer Systemerkrankungen diagnostiziert wird.

Durch die Thrombozytopenie kommt es zu einer Beeinträchtigung der primären Hämostase mit einer Blutungsneigung mit dem Symptommuster des ,,thrombozytären Blutungstyps''. Klinische diagnostische Kriterien: Thrombozytopenie, normale oder vergrößerte Megakaryozytenmasse im Knochenmark, Fehlen anderer als immunologischer Ursachen für die Thrombozytopenie, Fehlen einer Splenomegalie, Nachweis thrombozytärer Autoantikörper. Ein Teil dieser Kriterien ist ungeeignet zur Diagnose sekundärer Formen der Autoimmunthrombozytopenie.

   LDL_Apherese

Ältestes, medizinisch wirksamstes, einzig spezifisches und wirtschaftlichstes Verfahren der extrakorporalen LDL - Elimination. Der Name wird häufig von anderen Verfahren, mit denen u.a. auch LDL - Cholesterin entfernt wird, mißbraucht.

   LDL-Cholesterin

Cholesterinreiche Bluteiweiße niedriger Dichte (aus dem englischen "low density lipoprotein"), die durch Auftrennung des Blutes im Schwerefeld der Ultrazentrifuge erhalten werden. Das stark erhöhte LDL-Cholesterin gilt als besonders nachteilig für die Entwicklung der Arteriosklerose.

   Leukämie

Überschießende Bildung weißer Blutzellen(Leukozyten) im Knochenmark und deren Auftreten im Blut. Extreme Mengen solcher Zellen können die Blutfließeigenschaften nachteilig verändern. Sie können mittels Hämaphereseverfahren abgeschöpft werden, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Zur Abwendung von Blutungs- und Infektionsrisiken (sog. unterstützende oder supportive Behandlung) sind häufig Spenden von Gerinnungsplättchen (Thrombozyten) seltener auch von Granulozyten mittels Hämaphereseverfahren erforderlich.

   Leukozyten

Weiße Blutzellen. Leukozyten können mittels Hämaphereseverfahren gewonnen werden (Leukozytapherese).

   Monitoring

siehe Überwachung

   Myasthenia gravis pseudoparalytica

Die Myasthenia gravis pseudoparalytica (MG) gilt als Prototyp einer Autoimmunerkrankung, die durch fehlprogrammierte Abwehreiweiße entsteht. Dabei liegt dem pathologischen Geschehen eine Störung der neuromuskulären Erregungsübertragung an der postsynaptischen Membran zugrunde. Verabreichung von ACH-Esterase-Inhibitoren, die Gabe von Kortikosteroiden und anderer Immunsuppressiva, die Thymektomie und Plasmaaustauschbehandlung bzw. selektive Adsorption von Immunglobulin G aus dem Patientenplasma bei einer sogenannten myasthenischen Krise.

   Operation von Netzhauterkrankungen

Zur Verklebung von Lochbildungen der Netzhaut dienen die in der Hämapherese gewonnenen Gerinnungsplättchen (Thrombozyten) des Patienten (autologe Thrombozytenspende)

   Plasma

Blutflüssigkeit. Die Zusammensetzung der Blutflüssigkeit bestimmt u.a. die Viskosität des Plasmas und die Fließeigenschaften des Blutes. Die Rheohämapherese® kann für den Patienten nachteilige Folgen ungünstiger Blutfließeigenschaften vorteilhaft beeinflussen.

   Plasmaseparation

Grundsätzlich werden zwei Techniken zur Plasmaseparation unterschieden, wobei die Auftrennung des Blutes in seine korpuskulären und flüssigen Bestandteile entweder durch Zentrifugation oder Plasmafiltration erfolgt.

   Rheologie

Fließkunde. Die Lehre von den Fließeigenschaften beim Fließen flüssiger und fester Systeme unter der Einwirkung äußerer Kräfte. Teilgebiet der Physik, das auch die Rheologie des Blutes beinhaltet. Die Rheologie spielt in der Technik eine große Rolle. Die Fließeigenschaften des Blutes werden von den Blutzellen und der Zusammensetzung der Blutflüssigkeit (Plasma) bestimmt.

   Rheohaemapherese®

Modernstes Glied in der Entwicklungskette von Verfahren zur extrakorporalen Hämorheotherapie. Es ermöglichst nicht nur die Beeinflussung der Plasmafließeigenschaften sondern auch der zellulären Blutelemente in einer einzigen Behandlung. (Bitte klicken Sie hier für mehr Details)

   Rheotherapie

Behandlung von Veränderungen der Blutfließeigenschaften mittels Ernährung, körperlicher Bewegung, Medikamenten und Blutverdünnung. Blutwaschverfahren mittels Hämapherese werden wegen ihrer stärkeren Wirksamkeit zunehmend eingesetzt. Dazu werden technisch unterschiedliche, u.U. auch noch veraltete Verfahren unter verschiedenen Namen angeboten. Bei der Auswahl eines technisch optimalen Blutwaschverfahrens sollte darauf geachtet werden, daß nicht nur die Blutflüssigkeit sondern auch die Blutzellen in ihrer Zusammensetzung gezielt beeinflußt werden können. Desgleichen empfiehlt es sich die Erfahrung der Anwender (s. Literaturverzeichnis) und die Kosten in Betracht zu ziehen.

   Risikofaktoren

Als Risikofaktoren werden Lebensumstände z.B. Ernährungs-, Verhaltens-, Arbeits-, oder andere Gewohnheiten, durch die Lebensqualität wie die Lebenserwartung nachteilig beeinflußt werden, bezeichnet. Ein wesentlicher Teil dieser Risikofaktoren wurde in aufwendigen US-amerikanischen aber auch europäischen statistischen Untersuchungen, sogenannten Studien ermittelt. Besonders wichtige Risikofaktoren sind unter anderen

  • Blutcholesterin (Gesamtcholesterin, erhöhtes LDL-Cholesterin, erniedrigtes HDL-Cholesterin, erhöhte Fette)

  • Rauchen (insbesondere Zigaretten)

  • Bluthochdrruck

  • Zuckerkrankheit

  • Übergewicht

  • Bewegungsmangel

  • erbliche Disposition (Gefäßleiden in der Familienvorgeschichte)

  • Alter

  • weitere, stark erhöhte Blutfaktoren (Lp(a), Homozystein)

   Stammzellen

Knochenmarksmutterzellen, die unter bestimmten Umständen auch im Blut erscheinen und dann in Form der Stammzellapherese angereichert werden können. Das DHZ bietet seit vielen Jahren die Behandlung der autologen und allogenen Stammzelltransfusion (-transplantation) routinemäßig für Krankenhäuser, denen die technischen Voraussetzungen fehlen, inklusive Expertenberatung an.

   Stoffwechsel

Gesamtheit der biochemischen Vorgänge in einem (menschlichen) Organismus (Metabolismus).

   Stoffwechselerkrankungen

Erkrankungen durch Störungen des Stoffwechsels z.B. des Cholesterinstoffwechsels (u.a. Hypercholesterinämien), des Fettstoffwechsels (u.a. Hypertriglyzeridämien), des Zuckerstoffwechsels (u.a. Diabetes mellitus), des Salzstoffwechsels (u.a. Hyperkalzämien). Eine Reihe von Stoffwechselerkrankungen können durch die Hämapherese sinnvoll behandelt werden.

   Thrombozyten

Gerinnungsplättchen. Blutzellen, die wesentlich zur Blutgerinnung beitragen. Ihr Fehlen kann zu Störungen der Gerinnung bis hin zum Verbluten führen. Werden Thrombozyten im Knochenmark z.B. im Gefolge von Krebsbehandlungen nicht ausreichend gebildet, kann das Blutungsrisiko durch Thrombozytentransfusionen vermindert werden. Thrombozyten werden für diese Zwecke heute durchweg mit Hämaphereseverfahren als Spezialblutspende von gesunden Personen gewonnen.

   Überwachung des Patienten während der Behandlung     (Monitoring)

Während der Hämapheresebehandlung bzw. Spende ist stets speziell geschultes Personal anwesend. Ihm obliegt die Überwachung des Patienten/Spenders (z.B. durch die regelmäßige Messung von Blutdruck und Herzfrequenz) wie auch der technischen Systeme Die Daten müssen protokolliert und in ein Qualitätssicherungssystem überführt werden.

   Zuckerkrankheit (s.a. Diabetes mellitus)