Deutsches Hämapherese Zentrum


DHZ Hämapherese gGmbH

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Präoperative Eigenblutentnahme mit dem Zellseparator

- Information für Ärzte -

Das Deutsche Hämapherese Zentrum gemeinnützige GmbH bietet für Patienten vor elektiven Eingriffen die Entnahme von Eigenblut mit dem Zellseparator an.

Prinzip des Verfahrens

Durch einen Zellseparator wird das Blut des Patienten entnommen und in einer Zentrifuge in seine Bestandteile - Plasma, Thrombozyten, Leukozyten und Erythrozyten - aufgetrennt. Die Erythrozyten werden in einem Beutel gesammelt, während die übrigen Bestandteile vollständig an den Patienten zurück gegeben werden.

Durch die Form der Zentrifuge als rotierende Glocke wird stets die gleiche Menge an Erythrozyten entnommen - pro Erythrozytenkonzentrat genau 200 ml mit einem Hämatokrit von ca 80% - unabhängig vom Hämatokrit im Blut des Patienten. Dies hat den Vorteil, dass die Präparate in ihrer Qualität nahezu identisch sind, während Vollblutspenden von den Ausgangswerten des Patienten abhängig sind.



Durch die geringe Volumenbelastung ist es bei den meisten Patienten möglich, mit einer Spende 2 Erythrozytenkonzentrate zu gewinnen. Der Flüssigkeitsverlust wird durch die Gabe von physiologischer Kochsalzlösung während oder nach der Spende ausgeglichen. Da in den meisten Fällen während der Operation kein Plasma benötigt wird, entnehmen wir ausschliesslich Erythrozytenkonzentrate.


Die gesamte Entnahme dauert etwa 45 Minuten, danach werden die Erythrozyten bei 4°C maximal 42 Tage gelagert.


Durchführung der Eigenblutentnahme

Rechtzeitig vor einem elektiven Eingriff wird der Patient von der operierenden Einrichtung telefonisch oder per Fax im DHZ zur Eigenblutentnahme angemeldet. Dem Patienten wird eine Anforderung mit Angabe zum geplanten Operationstermin, der benötigten Anzahl an Eigenblutpräparaten und dem verantwortlichen Operateur mitgegeben. Wegen der Lagerungsdauer der Präparate sollte die Entnahme 30 - 42 Tage vor der geplanten Operation erfolgen.

Die Erythrozytenkonzentrate werden im DHZ unter kontrollierten Bedingungen gelagert und wenige Tage vor der geplanten Operation an die operierende Einrichtung ausgeliefert.

Gemäss Transfusionsrichtlinien muss ein Vertrag zwischen dem DHZ und der operierenden Einrichtung geschlossen werden, in dem die Verantwortlichkeiten für die Gewinnung, Lagerung, Transport und Transfusion von Eigenblut geregelt werden. Vordrucke zu diesem Vertrag hält das DHZ bereit.

Ansprechpartner

Für Fragen stehen Ihnen die Ärzte des DHZ, Prof. Borberg, Prof. Tauchert, Dr. Schreiner als Herstellungsleiter und Dr. Gaczkowski als Kontrollleiter zur Verfügung.